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Autisten lernen zu Musik zu tanzen, die sie selbst nicht hören können

2026-02-21 - 05:35

Mehr Diagnosen, mehr Visibility In der Schweiz steigen die ASS-Diagnosen, laut Psychotherapeutin Isabella Mathis vor allem, weil mehr Leute überhaupt abgecheckt werden. Medien und Social Media pushen Awareness, wodurch mehr Menschen mit der Frage kommen: «Ich sehe mich in dieser Beschreibung. Stimmt meine Einschätzung?» Der Effekt: «Social Media erleichtert den Zugang zu Informationen und gibt die Chance, sich gesehen zu fühlen.» Neurodivergent im Alltags-Stress Menschen mit ASS feiern klare Regeln, Routinen und stabile Abläufe. Spontane Changes können ihr Nervensystem komplett overloaden – ein Supermarkt kann sich «wie ein Rockkonzert» anfühlen. Gleichzeitig werden Diagnosen oft abgetan mit «Das hat ja jetzt jeder», was laut Mathis die Lebensrealität der Betroffenen verfehlt. Silent-Disco-Vibe im Sozialleben Grösste Challenge ist die soziale Kommunikation. Mathis nutzt das Bild: «Während alle neurotypischen Menschen die Musik über die Kopfhörer hören, haben die autistischen Menschen keine Kopfhörer bekommen.» Regeln wirken random, wechseln dauernd, soziale Missverständnisse kosten massiv Energie. Frühe Diagnose, smarter Support Frühzeitige Abklärung bei Kids kann Schule, Family-Life und Therapie besser koordinieren. Wichtig: «Eine Autismus-Diagnose bedeutet nicht, dass mein Kind nicht dazu gehören kann, nicht gut genug ist oder es zu beurteilen.» Ziel ist nicht Heilung, sondern Tools – von Kopfhörern im Bus bis pferdegestützter Therapie für mehr Selbstvertrauen. Zum Originalartikel

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