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Bald kommt die grenzueberschreitende Nutzung vom eGD an den Start

2026-01-31 - 05:39

eGD vernetzt FL und CH Das elektronische Gesundheitsdossier (eGD) soll Doppelspurigkeiten und Fehlbehandlungen minimieren und so Versorgungsqualität und Patientensicherheit boosten. Bisher konnten Schweizer Gesundheitsdienstleister keine Daten ins liechtensteinische eGD pushen oder daraus abrufen – ein echter Gap für viele Patientinnen und Patienten aus dem Land. eSANITA als Data-Hub Eine Verordnungsänderung schliesst diese Lücke: Das eGD wird via Schnittstelle an die Schweizer Plattform eSANITA angebunden. Laut Gesellschaftsministerium gilt: «Auf der eSANITA-Plattform werden keine medizinischen Daten gespeichert». Die Schnittstelle sorgt lediglich dafür, dass relevante Daten liechtensteinischer Versicherter bei Behandlungen in der Schweiz im eGD landen. Im Frühjahr wird ausserdem die eGD-App weiterentwickelt. Zugriff: Only mit Bewilligung Realer Datenaustausch startet erst, wenn bewilligte Schweizer Anbieter am Start sind. Ausländische Gesundheitsdienstleister brauchen dafür ein Go vom Amt für Gesundheit, mit strengen Regeln zu Datenverarbeitung und Security. Patientinnen und Patienten behalten Full Control über Zugriffsrechte. Für Schweizer Leistungserbringer ist das Ganze freiwillig, in Liechtenstein gilt eine Pflicht zur Dateneingabe. Schweiz plant eGD-Upgrade Der Bundesrat will das bisherige, wenig genutzte EPD durch ein einheitliches eGD ersetzen, inklusive Opt-out-Setup. «Das ist wichtig, denn der grösste Nutzen des eGD entsteht, indem es möglichst von allen genutzt wird. Das verbessert die Wirksamkeit und Behandlungsqualität für alle», so der Bundesrat. Der Rollout wird frühestens 2030 erwartet. Zum Originalartikel

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