Cortina 1956: Heidegger und Wolfinger gehen fuer Liechtenstein an den Start
2026-02-17 - 05:38
Throwback Cortina 1956 Vor 70 Jahren liefen in Cortina d’Ampezzo die ersten Olympia-Wintergames mit globalen Live-TV-Vibes – für die USA wurden die Tapes noch oldschool per Flugzeug geliefert. Aus Liechtenstein am Start: sechs Skifahrer plus das Zweierbob-Duo Moritz Heidegger und Weltin Wolfinger, sportlich jedoch im Hard-Lose-Modus, Ausstieg nach zwei Läufen auf dem letzten Platz. Crash in St. Moritz Am 9. Februar stürzte das Liechtensteiner Bobteam in St. Moritz schwer, drei Tage später starb Heidegger im Spital. Das «Liechtensteiner Vaterland» titelte: «Schwerer Bobunfall» und weiter: «Die Schweizer Meisterschaften im Zweierbob, mussten eines schweren Unfalls der Liechtensteiner Olympiamannschaft Moritz Heidgger und Weltin Wolfinger wegen, abgebrochen werden». Später schrieb das Blatt: «Die Ursachen des Unglückes sind nunmehr bekannt. In der letzten Linkskurve, etwa 100 Meter vor dem Ziel, kam der Schlitten ins Schleudern, er durchbrach eine kleine Schneemauer, die normal aus Eis bestehe». Comeback-Story Nach der Tragödie verschwand Bobsport im Land praktisch. Ein Verbot durch Fürst Franz Josef II. blieb laut NZZ aber Myth. Wolfinger switchte zu Rennrodeln, später WM-Start. Erst ab den 1980ern gab es wieder Bob-Action, 2010 Olympia-Comeback mit Stürzen in Whistler. Next Gen Bob-Vibes 2020 holte Quentin Sanzo im Monobob-Bewerb Bronze bei den Youth Olympics. Laut NZZ fand Max Heidegger darüber seine Versöhnung mit dem Sport – Sanzo ist sein Enkel. 2026 steht Liechtenstein wieder mit Bob am Start: Pilot Martin Kranz, jüngster Fahrer der Games, in Cortina – exakt 70 Jahre nach damals. Zum Originalartikel