Demokratie zum Mitmachen feiert das Gleichgewicht der Stimmen
2026-02-26 - 05:36
New Classroom-Stage Im März droppt im TAK und bei Assitej Liechtenstein das immersive Klassenzimmer-Stück «Gleichgewicht der Stimmen» – Democracy als Live-Experience für alle ab 12. Statt passiv zuschauen läuft full Participation-Mode. Voice-Game statt Frontalunterricht León Cremonini («Echo») und Sabrina Fischer («Paragraf») sliden auf Kangaroo-Jumps in den Raum, Mic-Check, dazu ein Soundteppich aus Stimmen. Eine Systemstimme meldet, in den letzten 24 Stunden seien 17 Stimmen erkannt und entfernt worden. «Paragraf» wundert sich über zu junge Stimmen im Klassenzimmer, «Echo» will mit diesen Stimmen experimentieren – das Game startet. Power-Roles und Stempel-Status Das Publikum summt, spricht, singt ins Mic, wird gescannt und zu «Vielen», «Privilegierten» oder «Abgelehnten» sortiert. Haken oder grosses X landen als Stempel auf der Hand, Wiedereingliederung läuft über absurd-witzige Formulare. Daraus entsteht ein interaktiver Entscheidungsprozess mit Collective-Responsibility. Democracy als Live-Test Assitej-Präsident Georg Biedermann sagt: «Das Thema ist hochaktuell.» Regisseurin Natascha Grasser betont: «Das Publikum übernimmt eine aktive Rolle, registriert sich, trifft Entscheidungen und beeinflusst den Verlauf der Aufführung.» Ihr Ziel: «Der Vorteil dieses Formats liegt darin, dass demokratische Prozesse nicht nur erzählt, sondern unmittelbar erfahrbar werden.» Zum Originalartikel