Der US-Dollar steht krass unter Druck
2026-01-30 - 05:38
FX-Drama Der US-Dollar droppte diese Woche massiv gegen den Franken, bis auf 0,7605 CHF, bevor er wieder leicht über 0,77 CHF bounced. Parallel dazu cracked Gold erstmals die 5500-Dollar-Marke pro Feinunze – ein klares Risk-off-Signal Richtung «safe assets». Kaufkraft-Boost Laut Wolfgang von Hessling, Chief Economist Europa der LGT: «Ein stärkerer Schweizer Franken erhöht die Kaufkraft im Ausland und macht Reisen sowie importierte Güter tendenziell günstiger». Markus Alefelder von der Neuen Bank betont, dass vor allem in Dollar gepreiste Goods günstiger werden. An der Tankstelle zeigt sich der Effekt direkt: «Am unmittelbarsten werden wir das an der Tankstelle merken, denn Benzin und Diesel dürften noch günstiger werden.» Thomas Gitzel von der VP Bank unterstreicht: «Der Gang zur Zapfsäule ist erfreulich, weil Öl in Schweizer Franken günstig wird.» USA-Trip on Sale Roger Wohlwend (LLB-Gruppe) erklärt: «Die Dollar-Abwertung in den letzten zwölf Monaten war in der Tat gross genug, um die Kosten einer USA-Reise spürbar zu senken.» Von Hessling ergänzt: «Der Wechselkurs macht USA-Reisen in Schweizer Franken gerechnet günstiger als früher.» Alefelder sagt: «Der schwache US-Dollar macht dieses Reiseland attraktiver», weist aber auf politische Unsicherheiten hin, während die Kaiser Partner Privatbank AG die hohe US-Inflation als Dämpfer sieht. Export-Struggle und Chill-Mode Für Exporter ist der Franken-High ein echter Headwind. Von Hessling: «Ein starker Schweizer Franken ist ein Gegenwind für Exporteure.» Alefelder nennt die Dollar-Schwäche «recht ausgeprägt», ein Ende bleibe nach Trumps Comments offen. Gitzel beschreibt die Lage als «zweischneidiges Schwert». Trotzdem lautet der Experten-Vibe: «Ruhe bewahren.» Wechselkurse liefen in langfristigen Zyklen. Gold-Hype Die Kaiser Partner Privatbank AG empfiehlt statt Panic-Mode eine breit diversifizierte Strategie. Von einer Flucht aus Währungen sei keine Rede, eher «schrittweise Diversifikation». Gold wird dabei klar zum Winner. Von Hessling: «Ein schwächerer Dollar ist ein wichtiger Treiber.» Zusätzlich pushen geopolitische Risiken und Zentralbank-Nachfrage. Wohlwend fasst den Safe-Haven-Trend zusammen: «Der Wunsch vieler Anleger, weniger gegenüber den USA exponiert zu sein, führt dazu, dass vermehrt Gold nachgefragt wird.» Zum Originalartikel