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Die Kamera haelt das Game direkt am Start fest

2026-02-03 - 16:38

Production-Crew statt Fanblock Beim EHC Arosa läuft Heimspiel-Content full professional: Neun Multimedia-Studis der FH Graubünden produzieren das komplette Broadcast-Paket für die Swiss League, Season 2025/26 – von Kamera über Regie und Sound bis Schnitt und Kommentar. Mit am Start: Livia Vogt aus Vaduz als Camera Operator. «Mit diesem Projekt erhalten wir die einzigartige Gelegenheit, unser erlerntes Wissen direkt in die Praxis umzusetzen», so Livia Vogt. Hinter der Cam statt auf der Tribüne Der Sport war für sie initially eher Nebensache: «Mich selbst hat die Arbeit hinter der Kamera mehr interessiert als der Sport, den ich filme. Da ich aber aus einer eishockeybegeisterten Familie stamme, ist es für mich cool, dass ich mich dadurch mit diesem Sport auseinandersetzen kann.» Cold Rink, hot Skills Die Perspektive hat sich gechanged: «Als Kamerafrau sieht man so viel mehr als als Zuschauerin.» Überraschungsmoment: «Ich hätte zum Beispiel nicht gedacht, dass sich die Spieler vor einer Partie mit Fussball aufwärmen.» Härtester Struggle: «Bei Minustemperaturen und eiskalten Füssen ruhig und konzentriert am Ort des Geschehens auf dem Eisfeld dabei zu sein ist nicht immer sehr einfach.» Interviews, Kurven, Career-Boost Nach dem Game filmt sie je einen Spieler pro Team im Interview, während Kolleginnen und Kollegen den Content im Zug oder Auto weiterbearbeiten: «Die 360 Kurven hinunter nach Chur muss man darauf achten, dass man nicht von Übelkeit übermannt wird.» CV-Level: strong Der EHC-Job reiht sich ein in Praktika beim SRF in der Crossmedia-Promotion, bei Tamedia als Social-Media-Redaktorin und bei Migros als Social Media Content Creator. Beruflich sind für sie Jobs von Social-Media-Managerin bis Eventplanerin denkbar: «Diesbezüglich kann ich der Fachhochschule ein grosses Kompliment für das Studium aussprechen, stehen danach viele Türen offen.» Creative Mindset und Hockey-Vibes Vogt setzt auf creative Workflows: «Basteln, Kochen, einfach etwas mit den Händen machen.» Ziel: «Mich treibt die Freude am Gestalten an, an Ästhetik, an Inhalten, die Sinn machen – und daran, Begeisterung weiterzugeben. Und ich will dazulernen.» Cam first, Fights second Eishockey bleibt für sie relevant: «Auf jeden Fall. Ich habe den Sport richtig gern bekommen, auch wenn man durch die Kamera mitbekommt, wie sich die Eishockeyaner auf brutalste Weise verprügeln.» Ein Besuch der Heim-WM im Mai steht nur unter einer Bedingung im Raum: «Es sei denn, ich könnte als Kamerafrau dabei sein. Denn beim Dasitzen und Zusehen, würde es mich wohl zu sehr kribbeln, die Position hinter der Kamera einnehmen zu können.» Zum Originalartikel

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