Die Schweiz will Heiraten in Zukunft nicht mehr krass benachteiligen
2026-02-27 - 05:36
Key-Fact: Steuer-Game im Reboot In der Schweiz steht am 8. März ein Steuer-Update zur Abstimmung: Statt Couple-Account bei der direkten Bundessteuer sollen alle ihren eigenen Tax-Account kriegen – Individualbesteuerung für alle, unabhängig vom Zivilstand. Ziel: Weg von «Heiratsstrafe» und «Heiratsbonus», hin zu einem System, das nicht mehr auf dem alten Einverdiener-Modell basiert. Focus: Frauen, Work und Money Support kommt unter anderem von der St. Galler Frauenzentrale. «Frauen sind heute erwerbstätig, streben nach finanzieller Eigenständigkeit und wollen, dass sich ihre Arbeit lohnt», erklärt Geschäftsführerin Jacqueline Schneider. Sie betont, Individualbesteuerung wirke Altersarmut entgegen: «Dies ist – nicht nur, aber auch – eine Folge ihrer tieferen Arbeitspensen, weil sich für verheiratete Zweitverdienende ein höheres Arbeitspensum steuerlich nicht rentiert oder gar bestraft wird». Kontroverse: Bürokratie und Side Effects Parlament knapp dafür, doch National- und Kantonsreferenden laufen. Kritiker warnen vor neuen Ungleichheiten und einem massiven Admin-Boost: rund 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen. Felix Sager aus St. Gallen sieht grossen Anpassungsbedarf bei Tarifen, Abzügen und Koordination, mehr Mahnungen, Bussen und Streit um Einkommen, Vermögen und Steueroptimierung – bei gleichzeitig fehlender eigentlicher Heiratsstrafe auf Kantons- und Gemeindeebene. Zum Originalartikel