Ein legendärer Tag für die Eiskletter-Crew
2026-02-23 - 13:05
Double-Win im Eis-Speed Beim Weltcup in Longmont (USA) lieferte Liechtenstein im Eisklettern einen echten Gamechanger. Im Speed holten sich beide Goldmedaillen das Fürstentum: Bei den Männern siegte Linus Beck in 6.24 Sekunden vor den Mongolen Mandakhbayar Chuluunbaatar (6.28) und Kherlen Nyamdoo (6.31). Chuluunbaatar bleibt trotzdem Speed-Gesamtsieger 2023/24. Florian Gantner wurde Vierter (7.05), sein Bruder Andreas Sechster (7.17). Coach Harry Benz meinte dazu: «Es ist natürlich nicht selbstverständlich, dass man gewinnt. Mit Florian und Andreas haben wir zudem noch zwei Topresultate. Es ist beeindruckend, wie sie es gemacht haben». Samuel Eberle landete nach der Quali auf Rang 18. Sibling-Power bei den Frauen Bei den Frauen gewann Solo-Starterin Lea Beck in 8.75 Sekunden. Benz erklärte: «Es ist beeindruckend, wie souverän sie es heruntergespielt hat. Sie war wirklich souverän unterwegs» und weiter: «Es ist geschichtsträchtig, dass wir als Liechtenstein zwei Siege im Speed feiern und das auch noch zwei Geschwister». Nation Ranking und Lead-Action In der Nationenwertung Speed holte sich Liechtenstein mit 302 Punkten klar Platz eins, vor USA und Mongolei (je 226). Insgesamt führt Liechtenstein mit 757 Punkten vor der Mongolei (636) und Iran (448). Im Lead blieb es etwas weniger flashy: Lea Beck wurde Siebte und erreichte als einzige Liechtensteinerin das Finale. Benz sagte: «Sie hatte ein überragendes Wochenende. Für sie war es die erste Finalteilnahme im Lead im Weltcup. Sie ist zuverlässig und konstant unterwegs. Es ist ihr alles aufgegangen. Für mich ist es nicht überraschend, aber beeindruckend». Bei den Männern verpasste Florian Gantner als Neunter das Finale knapp, Linus Beck wurde 14., Andreas Gantner 20., Samuel Eberle 21. Benz analysierte: «Florian hat ein Zug gefehlt, dann wäre er im Finale gestanden. Er ist sehr gut geklettert. Linus hat einen Griff falsch interpretiert und ist dort rausgefallen. Bei ihm müssen wir im Lead an der Konstanz arbeiten» und ergänzte: «Bei Andreas weiss man, was er drauf hat. Vielleicht ist es das Nervenkostüm. Samuel hat zwei solide Qualifikationsläufe geklettert.» Next Stop: Edmonton Das Team bleibt in Nordamerika; nächster und letzter Weltcup mit Lead und Speed steigt in Edmonton (Kanada). Zum Originalartikel