Einbrecher kassiert 21 Monate bedingt nach Diebestour in LAK-Heimen
2026-02-26 - 05:36
Crime-Story inspiriert von Netflix Ein Schweizer aus dem Unterland claimed, die Netflix-Serie «Schnelles Geld» habe ihn zu einer ganzen Einbruchstour in Liechtenstein getriggert. Vor dem Kriminalgericht musste er sich für 13 Diebstähle und Einbrüche verantworten – mostly in LAK-Heimen, Schulen und Kindergärten rund um den Jahreswechsel 2023/24. Target: leicht zugängliche Räume, Schränke, Spinde, Fokus Cash. Laut Anklage rund 10’000 Franken, der Beschuldigte spricht von ca. 7200 Franken und versucht damit unter der 7500-Franken-Schwelle für schweren Diebstahl zu bleiben. Krise, Quote und Comeback-Plan Der Mann kämpfte mit MS, Depression, Jobverlust und Money-Issues: «Ich habe geschaut, dass ich über die Runden komme und etwas zu Essen bekomme.» Inzwischen verheiratet, frisch Vater und in Therapie, mit Option auf einen gut bezahlten Finanzberater-Job. Der Verteidiger betont: «Er ist auf dem richtigen Weg, ein stabiles und ordentliches Leben zu führen. Eine Haftstrafe wäre ein tiefer Einschnitt in diesen Lebenswandel.» Urteil, Cash-Pain und offene Verfahren Die Staatsanwaltschaft blieb skeptisch und forderte eine «schuld- und tatangemessene Bestrafung». Verurteilt wurde der Mann wegen schweren gewerbsmässigen Diebstahls, Einbruch, Entfremdung eines unbaren Zahlungsmittels, Urkundenunterdrückung und Geldwäscherei. Result: 21 Monate Freiheitsstrafe bedingt, drei Jahre Probezeit. Prozesskosten von 10’000 Franken gelten als uneinbringlich, aber an Privatbeteiligte sind 10’230 Franken plus 180 Euro zu zahlen. In mehreren Fällen galt «in dubio pro reo», etwa bei gestohlenen Tablets aus einem Kindergarten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; in der Schweiz läuft ein weiteres Verfahren. Zum Originalartikel