Erstes Schweizer Spital geht jetzt ans eGD-Netz
2026-03-03 - 16:06
Cross-Border Health Upgrade Die Schweiz bleibt für Liechtensteins Health-Care key: «Rund 80 Prozent der Spitalleistungen werden von Schweizer Spitälern erbracht», so Gesundheitsminister Emanuel Schädler. Ab morgen können Schweizer Leistungserbringer via neue eSanitas-Schnittstelle erstmals auf das liechtensteinische eGD zugreifen – vorerst nur das Kantonsspital Graubünden. Datenflow statt Doppelbehandlung Ziel ist laut Schädler, Behandlungslücken zu reduzieren und Doppelbehandlungen zu vermeiden: «Die Unterlagen von Schweizer und Liechtensteiner Leistungserbringer fliessen nun zusammen, sodass wichtige Informationen zeitnah verfügbar sind.» Gespeichert bleibt alles einzig im eGD der Patientinnen und Patienten. eSanitas liefert mit der Plattform Swiss-Medlink die Tech-Basis: «Bereits 400 Leistungsbringer in der Schweiz nutzen unser Angebot», so Präsident Arnold Bachmann. Privacy Control bleibt bei den Patienten Rechtlich ist aktuell nur das Kantonsspital Graubünden eingebunden. Jede ausländische Institution braucht eine Bewilligung des Amtes für Gesundheit. Zugriff gibt es nur mit Zustimmung: «Die Hochheit über die eigenen Daten sowie deren Freigabe liegt damit weiterhin bei den Patienten selbst», so Schädler. Next Steps und App-Vibes Weitere Ostschweizer Spitäler sollen bald folgen. Eine Lösung für Vorarlberg ist noch offen. Parallel wird eine eGD-App vorbereitet: «Die Nutzer können schnell über die App auf ihre Dokumente zu greifen und von dort die Freigaben erteilen», erklärt Schädler. Zum Originalartikel