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Ex-Generalvikar soll Einblick in seine Akten geblockt haben

2026-02-25 - 05:06

Akten-Drama im Bistums-Kosmos Im Kontext der Missbrauchs-Studie der Uni Zürich zum Umfeld der römisch-katholischen Kirche in der Schweiz wurden vom Erzbistum Vaduz die Personalakten von sechs noch lebenden Priestern ans Bistum Chur geschickt. Ein Priester verweigerte jedoch die Zustimmung. Laut mehreren unabhängigen Quellen soll es sich um Ruggells Pfarrer Markus Walser handeln, der sowohl in Vaduz wie auch in Chur Top-Funktionen innehatte. Weder Walser noch das Erzbistum Vaduz äussern sich dazu. Bischof Benno Elbs hatte erklärt, jede Person könne «von ihrem Recht auf Schutz ihrer persönlichen Daten Gebrauch zu machen». Power-Positionen und mögliche Namensnennung Walser war von 2000 bis 2023 Generalvikar und Offizial in Vaduz, gilt als enger Vertrauter von Erzbischof Wolfgang Haas und ist seit 2022 offiziell Pfarrer von Ruggell, nebenbei weiterhin Prälat im Bistum Chur. Die Studie arbeitet grundsätzlich anonym, kann aber bei wichtigen Funktionen – etwa Bischöfen oder Generalvikaren – Namen droppen, wenn das öffentliche Interesse überwiegt. Research-Mode und Side-Story Das Forschungsteam plant eine offizielle Anfrage an Vaduz, um den verweigernden Priester und die Gründe zu klären, so Studienmitarbeiter Lucas Federer. Parallel dazu wurde Walser in einem Bericht der Plattform «Lie24» ein möglicher «Aktenskandal» vorgeworfen. Das Landesarchiv und Walser selbst bestreiten diese Darstellung. Zum Originalartikel

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