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Frauen kassieren immer noch weniger Gehalt als Männer

2026-02-13 - 05:39

Equal Pay Day: Schweiz früher dran, Gap bleibt real In der Schweiz ist Equal Pay Day schon heute, symbolisch der letzte Tag «unbezahlter» Arbeit von Frauen. Der Gender Pay Gap liegt bei 12 Prozent, in Liechtenstein bei 14 Prozent und damit laut LANV-Präsident Sigi Langenbahn «im europäischen Vergleich im unteren Drittel». Luxemburg und Belgien performen am besten, «wobei in Luxemburg die Frauen im Schnitt 0,5 Prozent mehr verdienen als die Männer». Numbers, Struggle und hidden Bias Knapp zwei Drittel der Lohnlücke sind laut Langenbahn strukturell: Frauen arbeiten öfter in Low-Pay-Branchen wie Health- oder Social-Sektor; «aber auch in gut bezahlten Sektoren verdienen Frauen weniger». Rund ein Drittel bleibt unklar und deutet auf Diskriminierung. Alexandra Köppel von BPW St. Gallen/Appenzell meint: «Momentan reden wir aber von einzelnen Tagen, und das ist dann doch wieder zu langsam» und: «Ohne Lohngleichheit werden wir nie die reale Gleichheit hinbekommen.» Longterm Impact und Action Mode BPW-Präsidentin Joana Torres erklärt: «Kurzfristig entsteht der Effekt einer geringeren Kaufkraft», langfristig zeigen Schweizer Renten-Gaps von 30 bis 34 Prozent die Folgen. Laut Studien boostet weniger Gender Pay Gap das Wirtschaftswachstum. Torres: «Wenn die Lohnungleichheit abnimmt, ist der wirtschaftliche Output, gemäss Studien, grösser.» Next Steps und Events Gefordert sind faire Care-Aufteilung, externe Kinderbetreuung, 4-Tage-Woche, Top- und Jobsharing. Köppel: «Wir müssen immer und immer wieder darüber reden.» BPW Liechtenstein organisiert am Freitag einen roten Lunch, der LANV reicht eine Petition zur «Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern» ein, Entgegennahme um 11.40 Uhr durch Landtagspräsident Manfred Kaufmann. Zum Originalartikel

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