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Gemeinsinn ist das komplette Gegenteil von Egoismus

2026-01-27 - 15:33

Antike Vibes: Good Life only In der klassischen Philosophie wird Gemeinwohl hart mit Gerechtigkeit und „good life“ verknüpft. Platon und Aristoteles unterscheiden zwar schon zwischen Gemeinnutz und Eigennutz, aber laut Merz-Benz könne von einer heutigen „Gegenüberstellung ... vom Gemeinwohl und dem Eigeninteresse als zwei unabhängiger gleichberechtigter Grössen, keine Rede sein“. Adam Smith Mode: Invisible-Hand-Update Im 18. Jahrhundert dreht Adam Smith das Game: Menschen brauchen Support, sind aber am kooperativsten, wenn sie eigene Interessen via andere pushen. Key-Quote: „Fördert der Mensch auch nicht bewusst das Allgemeinwohl, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn, wird er ... von einer unsichtbaren Hand geleitet...“. Fazit: Gemeinwohl = smartes Eigeninteresse. Politik-Zeitalter: Gemeinwohl als Power-Word In der Gegenwart wird Gemeinwohl politisches Tool. Der Begriff ist „politisch interpretierbar und politisch uminterpretierbar“. Carl Schmitt droppt den Hardliner-Satz: „Wer ‘commune’ sagt, der will betrügen!“. Gemeinsinn: Social Skill gegen Ego-Trip Gemeinwohl gilt weiter als idealer Zustand, bleibt aber blurry. Lösungsvorschlag: „Gemeinsinn“ als sozio-moralische Ressource. Er zeigt sich in Netzwerken, Ehrenamt, Mikropolitik; Einzelinteressen werden geparkt, Solidarität und Loyalität übernehmen – als „intuitiv wahrgenommenes, erfülltes, gelebtes soziales Verhältnis“. Zum Originalartikel

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