Gewerbe soll Cash annehmen, Landtagsfraktionen sind sich nicht einig
2026-02-25 - 08:07
Cash-Pflicht im Check In Liechtenstein läuft mit der Volksinitiative «Ja zu Bargeld» ein neuer Cash-Battle. Ex-DpL-Abgeordneter Herbert Elkuch und Jürgen Schädler wollen, dass Shops und Dienstleister gesetzlich gezwungen werden, Münzen und Noten zu akzeptieren – ausser bei einem «groben Missverhältnis» zwischen Nennwert und Preis. Hintergrund ist der Rückgang der Bargeld-Infrastruktur, obwohl aktuell fast überall noch easy bar gezahlt werden kann. VU und FBP: Skeptische Vibes Die VU blockt hart. Fraktionssprecherin Dagmar Bühler-Nigsch stellt klar: «Wir sind zum klaren Schluss gekommen, dass es weder eine Pflicht zur Annahme von Bargeld noch die Initiative selbst braucht.» Sie spricht von einem übertriebenen Eingriff in die Gewerbefreiheit und verweist auf den Währungsvertrag mit der Schweiz. Die FBP hält sich noch bedeckt, betont aber Rechtsfragen zur Währungsunion. Gleichzeitig sagt Johannes Kaiser: «Grundsätzlich bekenne ich mich klar zum Bargeld als Garant für Freiheit, Datenschutz und soziale Inklusion.» DpL und Freie Liste: Pro-Cash-Mode DpL-Sprecher Thomas Rehak meint: «Bargeld ist ein krisensicheres, allgemein zugängliches und datenschutzfreundliches Zahlungsmittel» und will nur mehr Ausnahmen für z. B. unbesetzte Verkaufsstellen. Die Freie Liste feiert die Initiative, fordert aber Anti-Money-Laundering-Limits mit Cash-Cap bei 10 000 Franken. Next Steps Die Initiative wird rechtlich gecheckt; danach sind 1000 Signaturen in sechs Wochen Pflicht. Zum Originalartikel