TheLiechtensteinTime

Irgendwas Crazy-mässiges passiert immer

2026-02-01 - 06:08

Sommer statt Schnee Während hier Winter-Mode läuft, sitzt Joel Hummel im Januar in Buenos Aires im Hochsommer. Der Ex-Triesner hat sein Life in Liechtenstein auf «Standby» gestellt: «Mit nichts wanderte ich nach Argentinien aus. Mein Umfeld, vor allem meine Freunde und Familie, hielten mich für verrückt und zeigten kein Verständnis, aber ich gab nicht nach.» Mate-Tee statt Ovomaltine: «Das trinken die meisten hier in Argentinien. Es ist das Nationalgetränk. International wurde es durch die argentinischen Fussballer bekannt.» From FC Vaduz to Football-Business Der frühere Spieler von FC Vaduz, FC Balzers und der U19-Nati sah in der Region keinen Weg in den Profisport und wich nach Argentinien aus, wo Fussball deutlich mehr Status hat. «Ich war mir für nichts zu schade und nahm jeden Job an, den ich kriegen konnte.» Parallel baute er ein Netzwerk mit Spielern, Scouts und Sportdirektoren auf. Agent-Life im XXL-Land Heute startet er als Fulltime-Fussballberater durch. Sein Job: «Ich analysiere den Bedarf der Vereine, sehe, was verfügbar ist, kläre direkt mit dem Spieler ab, ob es ihn interessiert, und präsentiere nur, was ich für richtig halte.» Young Gun im Berater-Game «Die meisten Fussballberater seien zwischen 50 und 60 Jahre alt. Die Skepsis mir gegenüber ist deshalb auch altersbedingt», vermutet Hummel. Ein geplatzter 800’000-Dollar-Transfer zu St. Gallen landete drei Monate später für 3,5 Millionen Euro bei AC Mailand. Hard Grind in Argentinien Sein Workflow: «Zwei bis drei Spiele waren es täglich, die ich an den Wochenenden im ganzen Land verteilt ansah.» Lange Reisen, rough Amateurplätze und Beton-Courts pushen dort die Technik: «Argentinier brauchen von klein auf viel mehr Technik, um überhaupt spielen zu können.» In Liechtenstein und der Schweiz seien perfekte Plätze Standard, würden aber «viel zu selten genutzt». Lifestyle und Future Plans «In Liechtenstein passiert das Leben hauptsächlich an den Wochenenden, hier in Argentinien jeden Tag.» Abende am Fluss, Fussball und Mate gehören zur Daily Routine. Zur Rückkehr: «Das kann ich so nicht beantworten. Wenn sich Türen öffnen, um auch im Land oder in der Region als Fussballberater zu arbeiten – vielleicht.» Sein Ziel bleibt klar: «Ich halte an meinem Traum fest.» Spieler aus Argentinien könnten Klubs in Liechtenstein und der Schweiz «sportlich wie auch wirtschaftlich bereichern». Zum Originalartikel

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