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IT-Racheaktion landet vor dem Landgericht Vaduz

2026-01-28 - 10:03

Cyber-Rache nach Kündigung Ein 26-jähriger Schweizer IT-Crack hat seinem Ex-Job einen digitalen «Bug reingehauen». Via Teamviewer loggte er sich auf den Printserver ein, von dort auf die Firewall und änderte laut eigener Aussage «zwei Regeln im Gesamtsystem». Ein Log-Auszug zeigte jedoch 14 Eingriffe in zwei Tagen. Seine Reaktion: «Das kann schon sein.» Zuerst legte er das System lahm, danach versuchte er angeblich zu fixen – inklusive mehrfacher Datenlöschungen. Kommentar des Angeklagten dazu: «Ihr Eindruck ist richtig, Sie haben recht.» Motivation und Rage-Mode Der Rachetrip startete rund 30 Minuten nach seiner Mail-Kündigung Ende 2024. Auslöser: Streit um eine versprochene, aber nie schriftlich fixierte Weiterbildung. «Dies hat mich unglaublich hässig gemacht.» Dazu kam Stress um ein Firmenauto: Polizeidrohung trotz vorhandener Autos im Büro. Scam, Schulden und Urteil Die Anklage zeigte zudem mehrfach gefälschte Weiterbildungsrechnungen, einmal um fast 3000 Franken erhöht, um «meine Schulden zu tilgen». Total: rund 37 000 Franken Schulden. Verurteilt wurde er wegen mehrfachen schweren Betrugs, Geldwäscherei und Datenbeschädigung; beim Punkt «Störung eines Computersystems» gab es Freispruch. Ergebnis: rund 15 000 Franken Schadenersatz plus sieben Monate Haft auf zwei Jahre Bewährung. Sein Fazit: «Ich habe blöd gehandelt und möchte für den Schaden gerade stehen.» Zum Originalartikel

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