Jäger sind am Start, aber die Hürden bleiben
2026-03-01 - 14:37
Wildbilanz 2024: Zahlen on point, Probleme auch Beim jährlichen Reality-Check von Jagd-Crew und Behörden zeigt sich: Die Gesetzesrevision von vor fünf Jahren liefert. Abschussziele bei Gams und Reh: erfüllt, beim Hirsch im „Work in Progress“-Modus. Laut Anna Weber: «Die Abschüsse des weiblichen Rotwilds nähern sich den angestrebten Zielen an.» Ziel bleibt ein smartes Bestands-Management gegen Wald- und Landwirtschaftsschäden. Freizeit-Hype vs. Wildlife Rotwild reagiert sensibel auf Hiking-, Biking- und Outdoor-Boom. «Freizeitaktivitäten werden zum neuen Konflikt im Wald. Wildtiere verändern ihr Verhalten», erklärt Umweltministerin Sabine Monauni. Die eigentlich tagaktiven Tiere shiften in die Nacht – Jagd wird damit deutlich tougher. Zusätzlich sorgt in Vorarlberg die Tuberkulose für Alarm; «Verwaltung und Jäger müssen gut zusammenarbeiten.» Nachtjagd-Debatte und Future-Projekte Jägerpräsident Kevin Marte hält die hohen Rotwild-Vorgaben für fragwürdig und kritisiert die Wildhut wegen Nachtjagd «mit Einsatz von Nachzieltechnik und Lockfütterung». Sein Fazit: «War der schnelle Erfolg vielleicht doch kein Erfolg und der ganze Einsatz nur hinderlich für das Eigentliche?» Positiv bewertet er die bessere Kooperation und die Planung einer Wildtierunterführung zwischen Schaan und Nendeln. Expertin Nina Gerber liefert zudem Input zur eher sesshaften Luchs-Population. Zum Originalartikel