Je egoistischer jemand drauf ist, desto härter knallen die Konflikte rein
2026-03-01 - 05:36
Comeback der OG-Waldbewohner Der Biologe und Tierfilmer Andreas Moser beschreibt Rothirsche als Wesen «mit einer ungeheuren Lebensenergie», die seit rund einer Million Jahren zwischen Menschen und Wölfen überleben. Nach rund 100 Jahren Abwesenheit sind sie im Sarganserland wieder am Start und breiten sich vom Gebirge übers Mittelland bis in den Jura aus. Dabei clashen ihre Fress-Skills immer öfter mit Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Conflict Mode: On Moser betont: «In der Natur kann man nie eine Spezies für sich allein betrachten.» Ohne Jagd, Winter, Feinde und Parasiten schiesst die Population hoch, Vegetation leidet, Konflikte mit Menschen sind gesetzt. Gleichzeitig fordert laut Moser «jede Interessengruppe – vom Naturschutz bis zu den Motocrossbegeisterten – für sich und ihre Interessen das Maximum». Jagd, Wolves und Reality-Check Die Jagd allein soll laut Moser nicht als Universal-Solution verkauft werden: «Die Natur und damit die Wildtiere sind etwas, das alle Menschen und ihre Mitlebewesen angeht.» Wölfe machen Hirsche vorsichtiger und verändern Raum- und Zeitverhalten. Zur «Waldschädling»-Debatte meint er, wer die Bäume exklusiv nutzen wolle, sehe Hirsche so – für diese seien ungeschützte Kulturen schlicht «Einladung ins Schlaraffenland». Zum Originalartikel