Kanton setzt klares Zeichen, dass Ausbildung hier absolute Priorität hat
2026-02-26 - 20:06
Globales Label, Local Flex Ivoclar aus Schaan holt sich als erster Konzern weltweit das internationale «Great Start!»-Label von «Great Place To Work® Schweiz» für seine Berufsbildung. «Darauf sind wir sehr stolz», erklärt Aleksandar Toth: «Es zeigt, dass unsere Berufsbildung nicht nur lokal, sondern auch international als qualitativ hochwertig, strukturiert und zukunftsorientiert wahrgenommen wird.» Die Ausbildungs-Hubs in Schaan, Naturns, Ellwangen und Somerset pushen gemeinsame Standards, teilen Best Practices und liefern global einheitliche Quality Education-Vibes. Certificate mit Purpose Die «Great Start»-Auszeichnung gibt’s schon zum fünften Mal regional, jetzt erstmals global. Toth stellt klar: «Wir nutzen sie als Qualitätsmessung unserer Ausbildungsarbeit, Spiegel von aussen, um zu sehen, wo wir stehen, als Instrument zur Weiterentwicklung unserer Programme und als starkes Signal an Jugendliche und Eltern, dass Ausbildung bei uns Priorität hat.» Man verspreche sich davon «Transparenz, Vergleichbarkeit und die Möglichkeit, unsere Berufsbildung gezielt weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärkt es unsere Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um Talente.» Talent Pipeline und US-Expansion Neun Lehrberufe sind bereits am Start. Pascale Valenti betont: «Berufsbildung ist für uns ein strategischer Schlüssel zur Sicherung unserer Fachkräftebasis» und «eine nachhaltige Investition in die Zukunft unseres Unternehmens.» Ab Sommer 2025 launcht Ivoclar Apprenticeships auch in Somerset (USA), gemeinsam mit Community College, Department of Labor und der US-Botschaft in Bern. Toth erklärt zum US-System: «Entscheidend ist, dass Unternehmen die Initiative ergreifen und den Aufbau aktiv mitgestalten. Genau das haben wir getan und ein enormes Interesse wahrgenommen.» Für vier Lehrstellen gingen rund 200 qualifizierte Bewerbungen ein. Die Alternativen seien oft «Army, College mit hohen Semestergebühren, unbezahlte oder wenig bezahlte Praktika». Das eigene Modell biete «eine attraktive Kombination aus Ausbildung, Perspektive und Einkommen.» Retention-Level High Umfragen zeigen ein starkes Team-Feeling. Toth: «Das führt dazu, dass viele der Lernenden dem Unternehmen langfristig erhalten bleiben und später verantwortungsvolle Funktionen innerhalb der Gruppe übernehmen. Aktuell sind 15 Prozent der Schaaner Belegschaft ehemalige Lernende. Einer von ihnen hat heute eine Geschäftsleitungsposition inne.» Ab Sommer 2026 droppen zusätzlich die Berufe Multimediaelektroniker und Elektroniker. Zum Originalartikel