KMU zeigen vorsichtigen Optimismus trotz struktureller Risiken
2026-01-29 - 20:05
Export-Vibes 2026 Die KMU-Umfrage von Switzerland Global Enterprise meldet Export-Mood wieder klar über der Wachstumsschwelle. Über 50 Prozent der Firmen erwarten im ersten Halbjahr 2026 steigende Exporte. Trotzdem bleibt das globale Umfeld „high risk, low chill“. Liechtenstein-Industrie im Delay-Mode Für Liechtensteins KMU passt das Bild nur bedingt. Ivo Zuberbühler (GIL) warnt, dass ein „zarter Konjunkturaufschwung“ je nach Produkt und Position in der Supply Chain erst verspätet ankommt. Europa, speziell die D-A-CH-Region, bleibt Key-Market – alles hängt daran, „ob sich die Nachfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz nachhaltig erholen“ kann. Strong Swiss Franc und US-Tarif-Drama LIHK-Chef Maximilian Rüdisser rechnet 2026 mit „unverändert herausforderndem“ Marktumfeld und weiter starkem Franken, der Exportfirmen „sehr stark fordern“ werde. Die angeblich „überraschend robusten Exporte“ trotz US-Zöllen sieht Zuberbühler kritischer: Trump-Zölle hätten Störungen klar spürbar gemacht. Sein Fazit: «Die USA sind nicht mehr länger ein verlässlicher Partner.» New Markets, Free Trade und Strategy-Upgrade Drei von fünf Firmen reagieren mit Margin-Tweaks, Preisanpassungen oder neuen Märkten. Hochspezialisierte Player haben laut Zuberbühler mehr Pricing-Power. Rüdisser setzt auf neue Märkte und Freihandelsabkommen, die „Handelshemmnisse abbauen und Planungssicherheit bieten“. Zuberbühler: Der Nutzen des Freihandels sei „unbestritten“, weitere Deals seien „klar zu begrüssen“. Zum Originalartikel