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Lohnungleichheit steht voll im Fokus

2026-03-04 - 23:07

Gender Pay Gap im Fokus In Liechtenstein liegt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern bei 14 Prozent – statistisch arbeiten Frauen fast zwei Monate länger für das gleiche Cash wie Männer im Vorjahr. Der Liechtensteinische Arbeitnehmerverband (LANV) hat dazu beim feministischen Streik 2023 Unterschriften gesammelt und eine Petition für flächendeckende Lohnanalysen und verbindliche Massnahmen im Landtag eingereicht. Mit 16 von 23 Stimmen ging das Ding zur Regierung – auch im Shadow der EU-«Entgelttransparenzrichtlinie», die bis Mitte 2026 umgesetzt sein muss. Patriarchat vs. Pay Transparency Manuela Haldner-Schierscher sprach von einem «Produkt des Patriarchats». Sandra Fausch betonte: «Dieses Anliegen ist immer noch gerechtfertigt und ist ein Appell, endlich tätig zu werden, um den unerklärlichen Lohnunterschied gänzlich zu beseitigen.» Landtagspräsident Manfred Kaufmann erinnerte: «Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist ein grundlegendes Prinzip unseres Rechtsstaates.» Gleichzeitig müsse «eine seriöse Analyse [...] zwischen erklärbaren Faktoren und tatsächlicher Diskriminierung unterscheiden». Transparenz sei wichtig, aber «praktikabel» und «verhältnismässig». EU-Pressure und Business Concerns Tanja Cissé forderte «neue und vielleicht auch verbindliche Lösungen» und verwies auf Island als Best-Practice. Sie meinte: «Wir sind also gut beraten, wenn wir diesen Prozess bereits jetzt vorbereiten.» Regierungsrat Emanuel Schädler erklärte, der «Übernahmebeschluss» zur EU-Richtlinie sei noch offen, man greife dem Prozess aber vor. Christoph Wenaweser wehrte sich gegen den «Unterton» der Petition und hob die «Kinderstrafe» für Mütter sowie strukturelle statt nur statistische Lösungen hervor. Zum Originalartikel

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