LSV-Coach wird FIS-Delegierte
2026-02-18 - 05:36
From LSV Rookie to Olympic Big Player In Cortina d’Ampezzo läuft der Wecker von Petra Eberle um 5:30 – Standard, sobald Olympia-Skirennen on schedule sind. Die 54-Jährige Werdenbergerin, oft auch im Appenzellerland unterwegs, ist FIS-Delegierte und Jurymitglied bei den Frauen-Skirennen. Der Weg zur Ski-Funktionärin started im Ländle: 2000–2003 Co-Trainerin der Liechtensteiner Damen vom C- bis A-Kader. «Meine ersten Trainererfahrungen durfte ich in Liechtenstein sammeln. Unter Chef Alpin Klaus Büchel wurden sowohl die Athletinnen und Athleten als auch wir Trainer gezielt gefördert», erinnert sie sich. Es folgten FIS- und Europacup-Rennen, dann Worldcup-Einsätze in Sölden mit Jessica Walter. Highlight: Junioren-WM Maribor 2003/04 mit Top-10-Slalom für Walter und Marina Nigg; Walter holt im Riesenslalom Silber hinter Maria Riesch. «In dieser Zeit arbeitete ich als Trainerin unter Beat Tschuor – eine sehr lehrreiche Phase, die insbesondere durch die hohe Leistungsbereitschaft der Athletinnen geprägt war.» Swiss Progress und Olympic Responsibility 2007–2008 übernahm Eberle beim LSV die Jugend und Sportschüler, unter anderem mit Athleten wie Rebecca und Laura Bühler, Jessica Hilzinger, Nico Gauer oder Marco Pfiffner. 2009 folgte der Switch zur Schweiz, als Cheftrainerin des Nationalen Leistungszentrums Ost (Herren TG2) bis 2015: «In dieser Phase durfte ich unter anderem Sandro Simonet, Stefan Rogentin, Gilles Roulin, Ralph Weber, Marco Fischbacher, Livio Simonet und Josua Mettler und noch einige mehr auf ihrem sportlichen Weg begleiten». Seit zehn Jahren leitet sie das Leistungszentrum Ost, hat sich vom Skilehrer Stufe 1 über J+S-Expertin bis zur Technischen Delegierten von Swiss Ski und der FIS hochgelevelt. Jury-Job: Safety First, Zero Drama In Cortina ist Eberle als Jury-Member für sportliche Sicherheit und Reglements-Check zuständig – auch bei Riesenslalom und Slalom mit Madeleine Beck am Start. Die Jury checkt zuerst die Strecke, dann übernimmt jedes Mitglied eine definierte Funktion: Bei der Abfahrt kontrollierte sie den Start, beim Team-Event und Super-G war sie für die Videokontrolle zuständig, im Riesenslalom und Slalom kontrollierte sie direkt auf der Piste. «Wir funktionieren gut und die Zusammenarbeit innerhalb der FIS unter der Leitung auf der Frauenseite von Peter Gerol und seinem Team klappt sehr gut. Wir setzen alles daran optimale Pistenverhältnisse sowie faire und sichere Bedingungen für alle Athletinnen zu gewähren». Die Olympia-Tätigkeit gilt für Eberle als besondere Anerkennung und grosse Verantwortung – möglich dank der Basis beim Liechtensteiner Skiverband und allen weiteren Karriere-Stationen. Zum Originalartikel