Miss Liechtenstein bekommt zum dritten Mal ein Baby
2026-02-13 - 09:09
Miss-Wahl im Kuhstall Im Weiler Rotenboden hat Braunvieh-Kuh Bonita mit Top-Rheintal-View den Beauty-Run hingelegt: Die Vierjährige wurde im Herbst zur Miss Steg, Miss Oberland und Miss Liechtenstein 2025 gekürt. Owner und Milchbauer Michael Gassner zeigt sich stolz, betont aber: «Damit haben wir nicht gerechnet.» Es seien viele Tiere an den Prämienmärkten gewesen und «es gebe gute Züchter im Unterland». Nach einem Sommer auf der Alp Sücka sei Bonita «nicht ganz in Form» gewesen. Trotzdem holte sie den Titel – unterstützt von einem Alphirt, über den Gassner sagt: «Aber der Alphirt hat gut auf meine Kühe aufgepasst.» Walk, Glocke, Fachjargon Für den «Breemimarcht» liefen Gassner und sein Bruder Mario mit rund 80 Kühen in eineinhalb Stunden nach Steg. Die Trophy: eine goldene Riesenglocke mit «Miss Liechtenstein»-Gravur. Über die Kriterien sagt Gassner: «Der Rahmen muss gerade sein.» Das Fundament müsse stimmen, «Ihr Beinwinkel ist perfekt.» Zur Euter-Statik erklärt er: «Das ist die Aufhängung. [...] Die dürfte etwas tiefer sein. Die Euter dürfen nicht zu weit nach unten hängen und die Zitzenstellung ist auch wichtig.» Family-Business und Rinder-Tinder Vor kurzem hat Bonita zum dritten Mal gekalbt, das Kalb heisst Suki. Davor war sie «galt» bzw. «steht trocken», damit sich das Euter regeneriert. Bonita gilt laut Gassner als «eigensinnig». Seine Mutter kommentiert den Familienbetrieb mit: «Ich bin sein Knecht.» Zur Zucht erzählt Gassner, Bonitas Vater Blooming sei per Samenauto gekommen, später habe Stier Sisko per Natursprung gedeckt. Sisko musste «gmetzget» werden: «Er hatte ein problematisches Verhalten, scharrte mit der Vorderklaue auf dem Boden. So konnte ich nicht mit ihm arbeiten. Das war zu gefährlich.» Nun wählt Gassner Sperma «aus dem Katalog»: Tinder für Rinder. Dazu sagt er lachend: «Wenn sie mir sagen würden, was ihnen gefällt, würde ich das bestellen. Aber sie sagen nichts.» Bonita ist bereits die dritte «Miss Liechtenstein» im Stall – 2026 steht das Titel-Defending auf der Agenda. Zum Originalartikel