TheLiechtensteinTime

Pfiffner feiert die Kamerafahrten im Replay

2026-03-02 - 05:36

Prep-Game im Kopf Die Kandahar in Garmisch-Partenkirchen gilt als steile, technisch toxische Worldcup-Strecke ohne echten Flow. Marco Pfiffner startet das Race im Mindset, nicht im Starthaus: «Zwei Tage vor dem Rennen schaue ich mir alte Videos an – vom letzten Jahr oder noch früher.» Jede Mini-Änderung der Piste wird mental gespeichert: «Man denkt mit den Jahren, man hat Routine. Aber jede Piste ist jedes Jahr minimal anders. Deshalb muss man immer wieder sehr fokussiert sein.» Track-Walk und Brainwork Bis zu 90 Minuten Course-Inspection für rund zwei Minuten Run: «Eine Besichtigung braucht extrem viel Energie im Kopf. Du musst dich voll konzentrieren – denn später kommst du mit rund 120 km/h und musst Entscheidungen in Millisekunden treffen.» Notizen gibt es keine: «Ich speichere das im Kopf ab.» Pfiffner betont: «Man darf nichts auf die leichte Schulter nehmen.» Feintuning und Mental-Game Nach dem ersten Training folgt Videoanalyse, Material-Finetuning und Skiwahl. «Ich will wissen, wo mein Zielschwung ist, wo ich attackiere und wo ich ruhig bleiben muss.» Visualisierung läuft im Loop: «Ich gehe das im Kopf immer wieder durch.» Gleichzeitig gilt: «Man darf nicht 24 Stunden angespannt sein» und «Wenn sich die Gedanken nur im Kreis drehen, kommt meistens nichts Gutes heraus.» Race-Day und Wetter-Drama In der Abfahrt dominierte ein Schweizer Dreifachsieg mit Marco Odermatt vor Alexis Monney und Stefan Rogentin. Pfiffner, nach fünf Jahren zurück auf der Kandahar, verlor nach einem Fehler oben entscheidend Tempo: «Oben unterlief mir ein Fehler. Über das Flachstück fehlte mir das Tempo, dann summierten sich die Sekunden.» Er klassierte sich auf Rang 45 mit 5,59 Sekunden Rückstand und hält fest: «Für mich ist es die schwierigste Strecke. Sie ist immer kurvig und relativ arhythmisch.» Der Super-G am Sonntag wurde nach mehreren Startverschiebungen wegen anhaltenden Nebels abgesagt. Für Pfiffner geht es in zwei Wochen in Courchevel weiter – dem letzten Rennen seiner Saison. Zum Originalartikel

Share this post: