Preissenkungen treffen auch Liechtensteiner Betriebe hart
2026-01-29 - 05:33
Milch-Overflow im Swiss-Ländle Die Schweizer Bauern liefern laut BO Milch aktuell rund 10 Prozent mehr Milch als im Vorjahr. Die Verarbeiter sind voll ausgelastet: «Es droht ein Szenario, in dem nicht mehr alle Milch verarbeitet werden kann.» Gesteuert werden soll das Ganze über tiefere Milchpreise – mit Impact auch auf Liechtenstein, das im gleichen Milchmarkt hängt. Liechtenstein im gleichen Game «Alle Milch wird bei den Bauern abgeholt. Für den Milchhändler ist es zur Zeit schwierig, die Milch beim Verarbeiter zu plazieren», so Andreas Kaiser vom Liechtensteiner Milchverband. 2025 wurde dort rund 2,6 Prozent mehr Milch produziert als 2024, trotzdem kein historischer Peak: «Das Kontingent wurde 2018 das letzte Mal ausgeschöpft», so Kaiser. Preisdrop und Cash-Stress Die Betriebe liefern an den Milchhändler «mooh», der für Februar «massivere Preissenkungen» ankündigt. Bei Überlieferung kann Silomilch statt 50 nur 20 Rappen pro Kilo bringen: «Bei einem solchen Preis zahlt der Produzent drauf», meint Willi Büchel. Sein Biohof ist dank besser positionierter Biomilch weniger betroffen. Ursachen und Politik-Drama Laut BO Milch sorgen Top-Futterjahr, schwache Käseexporte und das Preisgefälle zur EU für den Überschuss. Drei SVP-Nationalräte fordern in einem offenen Brief an Agrarminister Guy Parmelin einen sofortigen Importstopp für Milch. Zum Originalartikel