Regierung bringt neue Legal-Basis fuer sogenannte Zombie-Trusts raus
2026-02-06 - 13:38
New Rules, same „Zombie-Trusts“-Drama Die Liechtensteiner Regierung tweak’t die Handelsregisterverordnung wegen verwaister Rechtsträger, aka „Zombie-Trusts“. Neu dürfen amtliche Verfahren einfach auf Pause gehen, wenn kein Liquidator gefunden wird – unlimited timeout. Ausnahme: Wenn „dringende Verwaltungshandlungen“ nötig sind, kann nach liechtensteinischem Recht ein Kurator einspringen und die nötigen Moves machen. Sanktionen als Gamechanger Die Anpassung liefert das Legal-Update für die „Zombie-Trusts“, die letzten Sommer international für Headlines sorgten. Auslöser: Ukraine-Krieg, EU-Sanktionen und das noch strictere Sanktionsregime des US-„Office of Foreign Assets Control (OFAC)“. Ein Verstoss gegen US-Sanktionen kann „weitreichende Folgen wie einen Ausschluss vom Bankensystem und die Sperrung des Guthabens“ haben. Die FMA zwang Treuhänder deshalb, OFAC zu followen und Geschäftsbeziehungen zu sanktionierten Trusts zu kappen – Resultat: keine Liquidatoren mehr auffindbar. 150 Zombies on hold Aktuell gelten laut Regierung rund 150 Rechtsträger als verwaist. Die „Zombie-Trusts“ seien eine Folge der „konsequenten Einhaltung der Sanktionspolitik“. Eine Steuerungsgruppe (Start: Mitte 2025) suchte eine Lösung, „die rechtssicher ist und zugleich sicherstellt, dass Sanktionen nicht umgangen werden können“. Mit der Verordnungsanpassung kann das Amt für Justiz Verfahren nun parken, bis Sanktionen droppen. Die Steuerungsgruppe bleibt wegen der dynamischen Sanktionslage weiter on duty. Zum Originalartikel