Regierung sieht keinen Grund für extra bezahlte Trauerzeit
2026-03-05 - 05:36
FBP-Politikerinnen pushen Trauerzeit-Update Franziska Hoop und Bettina Petzold-Mähr wollten zuerst nur, dass «Vaterschaftszeit auch bei Totgeburten ab der 24. Schwangerschaftswoche» gilt. Der Antrag im Rahmen der Elternzeit-Richtlinie wurde knapp abgelehnt, wegen Fear vor «Ungleichbehandlung» gegenüber Eltern, die Kinder später verlieren. Danach lief ein Postulat für eine generelle paid Trauerzeit für alle Arbeitnehmenden. Law-Status: Hidden Trauer-Features Die Regierung zeigt: Arbeitsrecht hat already Tools wie «unverschuldete Arbeitsverhinderung» und «Unzumutbarkeit». Dazu heisst es: «Dieses rechtliche Instrument kommt der Idee einer bezahlten Trauerzeit sehr nahe, weil dabei die individuellen Bedürfnisse des Arbeitnehmers stärker gewichtet werden als die vertragliche Pflicht zur Arbeitsleistung». Im ABGB gibt’s «ausserordentliche Freizeit» bei Todesfällen etc., Details regeln GAV, Normalarbeitsverträge und Betriebsreglemente. Individuelle Trauer vs. Flat-Rate-Regel «Wie sehr der Tod eines Menschen einen anderen Menschen belastet, ist äusserst individuell.» Weiter: «Den einen kann ein Todesfall arbeitsunfähig machen, ein anderer dagegen findet Halt im Alltag und damit auch im Arbeitsalltag.» Pauschale Trauerzeiten gelten laut Regierung als not a match, extra Regelung wäre «nicht angemessen». Internationaler Vergleich und Gender-Gap Explizite paid Trauerzeit existiert in keinem deutschsprachigen Land. Standard sind ca. drei bezahlte Tage per Kollektivverträgen. Mütter haben in allen vier Ländern Mutterschutz auch bei Totgeburt; in Liechtenstein ab Woche 24 mit 20 Wochen 80 Prozent Lohn. Für Väter gibt’s keinen eigenen Anspruch; in der Schweiz ist eine Ausweitung des Vaterschaftsurlaubs nach Totgeburt zwar geplant, aber noch nicht im Gesetz. Zum Originalartikel