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Rucksack packt viel Life-Experience und eingemachte Sonne rein

2026-02-26 - 16:38

Roadtrip und Art-Drop in Paris Freitagmorgen in Vaduz, Fasnachts-Mode auf Low Battery, während Beate Frommelt im Café an Grüntee sippt – angeschlagen vom Kurztrip nach Paris, nicht von der Party. Zusammen mit Künstlerin Carla Hohmeister fuhr sie rund 700 Kilometer in die Metropole, am Steuer im Wechselmodus. «Ging ganz gut», erzählt Beate Frommelt, bis auf den überfüllten Pariser Verkehr. Im fast vollgepackten Auto: eine gemeinsame Textilarbeit, 5,40 x 2,50 Meter, gerollt im Kofferraum. In Paris dann nur ein 20-Minuten-Stop, um das Werk an der Rue du Lieutenant Heitz in die Halle Roublot de Fontenay-sous-bois zu delivern – dort habe sie sich wohl erkältet. Der zweite Trip folgt bald, dieses Mal relaxed mit dem Zug und längerem Stay. Global Creative Journey Frommelt, in Vaduz und Triesen aufgewachsen, wusste früh: «Ich werde Künstlerin.» Nach Ausflügen in Journalismus und Kunstgeschichte wechselte sie an die Hochschule für Gestaltung und Kunst Luzern – ihre persönliche Initialzündung. Awards, Network und Mindset Es folgten Stationen in Paris, London und Berlin, Jobs als Grafikerin, Illustratorin, Lehre an Kunstschulen und ein Master in Fine Arts. Das Projekt zur Verbindung von Schlaf, Traum und Tod wurde im Wellcom Collection Museum gezeigt, «es war eine grosse Ehre, dort meine Arbeit zeigen zu dürfen – und nicht zuletzt öffnete es mir einige Türen.» Vibe zwischen Alpen und Citylife Heute pendelt sie mental zwischen ländlichem Liechtenstein und urbanem Zürich, spricht von einer «Symbiose». Die Natur sei unverzichtbar, genauso wie internationale Art-Connections und Wettbewerbe. Das Unterrichten bezeichnet sie explizit nicht als Brotjob, sondern als Passion. Struggles, Doubts und Growth Mit dem Rheinberger-Preis bekam Frommelt 2023 in Vaduz ein Big Achievement. Dennoch bleiben Fragen wie: Kommt die Kunst an? Sie sagt: «Zeiten, in denen alles wie am Schnürchen läuft, sind schön. Momente, in denen man das Gefühl hat, alles scheint stillzustehen, sind oft nur schwierig auszuhalten.» Zweifel seien nötig, «um die eigene Kunst auch wieder kritisch zu hinterfragen. Neue Ansätze zu finden. Und um sich nie auszuruhen – auch nach Erfolgen nicht.» Interdisziplinärer Style und Language-Game Frommelts Werke sind interdisziplinär: Malerei, Textil, Installationen, je nach Research-Outcome. Sprache spielt dabei eine key role; das geschriebene Wort hat für sie in der visuellen Welt hohen Stellenwert, die alte Liebe zum Journalismus schimmert klar durch. Nordic Trips und Tomato-Season Statt Beach-Holiday setzt Frommelt auf Nord-Vibes, jährliche Trips zu einem Film- und Kunstfestival in Schweden und Besuche bei Freunden in Italien. Dort hilft sie in den Marche beim Tomatenpflücken und macht Pelati im Glas winterfest – inklusive Memory-Backup an «laue Abende in schöner Gesellschaft». Next Steps und Outlook Mit Duo-Projekten mit Carla Hohmeister, Ausstellungen in der Pariser Galerie Open Bach und kommenden Shows in der Region bleibt ihr Schedule full. «Ich freue mich auf alles, was kommt», sagt Beate Frommelt. Neugier, Offenheit und Vertrauen bleiben ihre Core Values. Zum Originalartikel

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