Sicherheit steht im Reality-Check
2026-02-16 - 11:08
Mission Fire-Safe: Triesen-Style In Triesen läuft ein Fire-Safety-Check wie ein sauberer Audit. Brandschutzprofi Fritz Zimmermann scannt im Auftrag der Gemeinde Wohnhäuser, Bauernhöfe, Büros und sogar die Verwaltung selbst. Erste Station: Landwirtschaftsbetrieb mit Holzpellet-Heizung – hier ist laut Richtlinien der VKF, die auch in Liechtenstein gelten, eine Brandschutztür Pflicht. Basis: ein Brandschutzgesetz aus 1974, dessen geplante Lockerung nach der Brandtragödie in Crans-Montana mit 41 Toten gestoppt wurde. «Der Brandschutz ist wieder in den Vordergrund gerückt», sagt Fritz Zimmermann. Hard Facts und Mängel-Hunting Die Statistik droppt ernste Zahlen: Rund 11 000 Gebäudebrände pro Jahr in der Schweiz, 325 Millionen Franken Schaden, 13 bis 36 Todesopfer. Zimmermann checkt Türen, Kochherde, Löschschläuche, Fluchtwege, Dieseltanks und Blitzschutz. Kleine Mängel sind Standard, werden aber meist gefixt: «Schliesslich liegt bei einem allfälligen Brandfall die Endverantwortung bei ihnen», erklärt der Kontrolleur. Fluchtweg = A und O Treppenhäuser bleiben leer, Mindestbreite 1,2 Meter, keine Deko, keine Schuhregale: «Das ist einer der häufigsten Mängel. Der Fluchtweg ist allerdings das A und O beim Brandschutz.» Brandschutztüren dürfen nicht verkeilt sein: «Offen bringen sie nichts», erklärt er. Verwaltung im Stress-Test In der Gemeindeverwaltung schließen Brandmeldeanlagen automatisch Türen und Vorhänge, Notbeleuchtung kickt bei Stromausfall, selbst Toilettentüren sind feuerfest. Fehlende Schilder und offene Bohrlöcher werden nachgerüstet, Fasnachtsdeko ist zertifiziert und schwer entflammbar: «Wir haben es sogar getestet. Sie brennt nicht», sagt der Hauswart. Unsichere Online-Deko fällt durch: «Ein Flack, und sie war komplett verbrannt», erzählt er. Am Ende setzt Zimmermann das letzte Häkchen und der Check ist done. Zum Originalartikel