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Skilehrerin gibt zum Jubilaeum richtig viel warme Vibes

2026-02-11 - 09:08

Startup im Schnee Vor fünf Jahren launched Jessica Kressig aus Triesenberg ihre eigene Skischule «Skicoach.li». Aus minimalem Setup – Ski-Gear, etwas Werbung, viel Mundpropaganda – wurde ein fix etabliertes Micro-Business. Ihr Konzept mit kleinen Gruppen und Einzelunterricht «spricht vor allem Einheimische an» und versteht sich als Ergänzung zur bestehenden Skischule. Das Team wuchs von zwei auf zehn Coaches. «Dass wir heute so weit sind, hätte ich nie gedacht. Ohne mein Team und das Vertrauen unserer Gäste wäre das nicht möglich gewesen. Dafür bin ich sehr dankbar», sagt Kressig. Safety first on the Slopes Die Coaches in blauen Anzügen betreuen inzwischen auch Schulskitage und Lager. Ein Kid verweigerte den Pflug, weil Marco Odermatt «ja auch nicht bremse». Kressig erklärte ihm, «dass auch Odermatt mit dem Pflug angefangen hat». Gleichzeitig warnt sie: «Skifahren ist ein gefährlicher Sport geworden. Das fordert uns Skilehrer mental sehr, denn wir tragen die Verantwortung für die Kinder.» Ihr Wunsch: mehr Rücksicht und Verständnis – «Nicht jeder sollte sich selbst der nächste sein.» Giving Back und Next Steps Zum fünfjährigen Jubiläum läuft die Aktion «Gemeinsam Wärme schenken»: «Wir möchten unseren Gästen und dem Land etwas zurückgeben», erklärt Kressig. Fünf Prozent der Einnahmen gehen ans Amt für soziale Dienste, für «Kleidung, Essen oder Therapien». Wer nicht zahlen kann, wird von der Skischule gedeckt: «Es steht jedem frei, ob er den Betrag abzieht oder nicht. Fehlende Beträge übernimmt die Skischule.» Trotz Schneemangel und Hotelschliessung bleiben die Bookings stabil: «Unser Einzugsgebiet sind Kunden aus Liechtenstein und dem Rheintal. Deshalb betrifft uns die Hotelschliessung weniger.» Kleinsein bleibt jedoch Challenge: «Weil wir so klein sind, brauchen wir immer zwei bis drei Asse im Ärmel.» Für die Zukunft steht weiteres Wachstum auf der Agenda. «Und dass alle gesund bleiben. Das ist das Wichtigste.» Als nächstes Goal plant Kressig einen Snowboardlehrer: «Unsere kleinen Gäste wachsen mit uns, und im Teenageralter interessieren sich viele fürs Snowboarden. Die Nachfrage ist gestiegen, und wir wollen darauf reagieren.» Zum Originalartikel

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