Soll die Heiratsstrafe wegkommen?
2026-02-01 - 18:39
What’s the Deal? In der Schweiz steht Individualbesteuerung auf dem Table: Jede Person müsste Income und Vermögen solo versteuern – unabhängig vom Beziehungsstatus, auf Bundes-, Kantons- und Gemeinde-Level. Ziel ist, die sogenannte «Heiratsstrafe» zu killen, bei der Doppelverdiener-Ehepaare aktuell oft mehr Steuern zahlen als Konkubinatspaare, weil ihre Einkommen zusammengezählt werden. Pro Individualbesteuerung Matthias Vetsch (FDP) meint: «Mit der Individualbesteuerung erkennt das Steuerrecht alle als eigenständige Individuen an». 50 Prozent würden weniger Steuern zahlen, 36 Prozent bleiben gleich, 14 Prozent «mit sehr hohem Einkommen» etwas mehr. Cécile Weber (SP) sagt, das heutige System sei «überholt», Individualbesteuerung «beseitigt Verzerrungen, stärkt Eigenständigkeit» und «passt zur Realität heutiger Haushalte». Sie fordert ein «JA zur Individualbesteuerung». Contra Individualbesteuerung Peter Keller (SVP) kritisiert: «Diese Vorlage ist nicht durchdacht und verdient an der Urne ein deutliches Nein.» Profiteure seien «reiche Rentner und Doppelverdiener», dafür würden «Familien, Alleinstehende und der Mittelstand» mehr blechen. Er warnt vor einem «Bürokratiemonster» mit 1,7 Mio. extra Steuererklärungen und «1700 zusätzlichen Steuerbeamten». Luca Frei (Die Mitte) nennt das Modell «lebensfremd» und verweist auf die «Fairness-Initiative der Mitte» als bessere Option. Zum Originalartikel