Tor-Run macht Spieler zum Top-Scorer
2026-02-20 - 05:36
Defender on Fire Beim FC Vaduz liefert Linksverteidiger Dominik Schwizer aktuell eine echte Highlight-Story: In sechs Games in Folge hat er jeweils ein Tor gemacht – als Defensivspieler. Die Serie startete im Dezember mit einem Freistoss gegen Rapperswil-Jona, danach traf er Aarau, Wil, Lausanne, Etoile Carouge und Bellinzona. Dazu kamen zwei Assists. Sein Take dazu: «Mir liegt die Position, vor allem in dem System, in welchem wir spielen. Dort können die Aussenverteidiger offensiv viel mitgehen und Einfluss auf das Offensivspiel nehmen. Das kommt mir mit meiner Spielweise entgegen». Standard-Gott und Top-Scorer Schwizer führt beim FCV sowohl die Torschützenliste mit sieben Treffern als auch das Assist-Ranking mit fünf Vorlagen (ex aequo mit Ronaldo Dantas Fernandes) an. Viele Punkte holt er über Standards: drei Penalties, zwei direkte Freistösse, ein Treffer aus dem Spiel. Zu seinen Skills meint er: «Früher habe ich es sehr viel trainiert und jetzt ist es einfach drinnen. Allgemein Flanken liegen mir einfach und das machen wir auch jede Woche. Das ist schon eine Waffe von mir». Elfer-Style und Team-Mindset Seine Elfer-Technique mit kleinem Jump im letzten Schritt verzögert den Anlauf und zwingt Goalies früh zur Entscheidung. Dennoch bleibt er nüchtern: «Ich glaube, es ist trotzdem schwierig zu verteidigen. Wenn ich einem Goalie sagen müsste, wie er es machen soll, könnte ich ihm nicht mal einen Tipp geben. Aber natürlich kann es auch sein, dass mal ein Versuch nicht reingeht». Eine Torprämie gibt’s dafür nicht: «Leider nein. Ich habe es versucht, aber Franz Burgmeier (Sportchef, Anm.) wollte nicht.» Stats, Bescheidenheit, Big Goals Schon früher sammelte Schwizer Scorerpunkte, seine stärkste Saison war 2021/22 beim FC Thun mit sieben Toren und elf Assists in 24 Ligaspielen. Trotzdem hebt er die aktuelle Serie hervor: «Ich habe in jeder Saison meine Scorerpunkte gemacht. Aber jetzt mit sechs Spielen in Folge, dass ist schon etwas Spezielles». Den Hype teilt er mit dem Team: «Es braucht immer mindestens zwei. Einer, der den Assist und einer, der das Tor macht. Es braucht auch jemanden, der den Elfer herausholt, so wie Angelo Campos letzte Woche gegen Bellinzona. Es ist und bleibt ein Mannschaftssport. Wenn es persönlich gut läuft, versucht man den Flow mitzunehmen». FCV on Top und Next Level Vaduz steht aktuell an der Tabellenspitze, Schwizer hat gerade sein 100. Pflichtspiel für die Residenzler gemacht und peilt mit dem Team den Aufstieg an: «Jeder Spitzensportler hat Ziele und Ambitionen und wenn man die Tabelle ansieht und uns kennt, dann ist klar, dass wir es durchziehen wollen. Wenn man Erster ist, will man dass nicht abgeben». Sein Vertrag läuft bis Sommer 2027, weitere Treffer – ob Freistoss oder Elfer – bleiben damit im Gameplan. Zum Originalartikel