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Verwirrung um Lagerung von Kirchenakten

2026-02-25 - 05:36

Newsthema: «Zweiter Archivskandal» oder nur Drama? Das Portal «Lie24.li» droppt einen «zweiten Archivskandal» im Erzbistum Vaduz mit «möglicherweise noch viel grösseren Dimensionen». Im Fokus: Ex-Generalvikar Markus Walser, der kirchliche Akten aus dem Landesarchiv «entfernt» haben soll. Alle Beteiligten sehen trotzdem keinen echten Skandal. Legal Check und Clapback Landesarchivarin Natalie Lorenz stellt klar: «Die Aushändigung des Dekanatsarchivs an das Erzbistum Vaduz erfolgte nach umfassenden rechtlichen Abklärungen und ist sowohl nach kanonischem als auch nach staatlichem Recht gedeckt». Zusätzlich hält sie fest, dass «Lie24» keine Medienanfrage gestellt habe. Walser nennt Teile des Artikels von Theologe Günther Boss «irreführend» und verlangte eine Gegendarstellung, die «Lie24» publiziert hat. Wer hat wen gefragt? Es geht um das Dekanatsarchiv Liechtenstein, Unterlagen von vor 1997. Nach rechtlichen Checks seit 2018 segnete Churs Bischof Joseph Maria Bonnemain 2021 die Übergabe an Vaduz ab. Im Februar 2022 holte Walser 25 Umzugskartons. Walser dazu: «Die Initiative ging vom Landesarchiv aus». Lorenz kontert mit der Vertragslage: Das Archiv sei historisch wichtig, aber kirchlich, und «die Herausgabe [durfte] nicht verweigert» werden. Throwback zum ersten «Archivskandal» «Lie24» verlinkt auf 1997, als Akten von Chur nach Vaduz gingen. Damals hiess es, Erzbischof Wolfgang Haas habe sie gestohlen. Faktisch handelte er im Rahmen eines Auftrags von Papst Johannes Paul II., der die Übermittlung der Urkunden nach Vaduz angeordnet hatte. Zum Originalartikel

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