Wie Haendler die Kunstgeschichte mitgestalten
2026-01-29 - 19:06
Kunstmarkt als OG-Game Im Gartenpalais Liechtenstein droppt die Ausstellung «Noble Begierden» und zeigt, dass Kunst schon immer ein Business war. «Der Kunstmarkt ist ein Teil der Kunstgeschichte, der für Sammler wichtig war, um zu Kunstgegenständen zu kommen, aber ebenso für Künstler, um gute Preise zu erzielen», so Erbprinz Alois. Kuratoren nutzen dafür die Fürstlichen Sammlungen und alte Dealer-Mails: «Sie konnten dabei aus einem hochqualitativen Fundus schöpfen, aber auch aus der Korrespondenz zwischen den Händlern und dem Fürsten als Hauptsammler.» From Antike to Early Influencer Kurator Christian Huemer feiert die Schau als First-Move im Research-Game: «Ich glaube, dass uns damit etwas ganz Besonderes gelungen ist.» Von römischer Serienproduktion griechischer Statuen über Tizian-Porträt von Jacopo Strada als Proto-Kunsthändler, Medici-Aufträge und Neri di Bicci-Serienware bis zu Antwerpener Kunstmessen mit Female Dealer-Power. Dealer, Daten, Monet-Finale «Die Händler waren ganz wesentlich daran beteiligt, Namen zu setzen und haben dadurch die Kunstgeschichte mitgeschrieben», erklärt Stephan Koja. Datenlastige Auktionsforschung, spezialisierte Amsterdam-Genres, Auction-Hero James Christie, Showman Charles Sedelmeyer und Claude Monets «Getreidestapel, Sonne im Nebel» als Turning Point der Moderne runden das Line-up. «Noble Begierden» läuft bei free entry bis 6. April im Palais Liechtenstein in Wien. Zum Originalartikel